Claudia Averesch

1967 geboren in Köln

1987 Besuch eines Nähkurses und der Beginn meiner großen Leidenschaft fürs Nähen

2006 Erste Begegnung mit Filz, Besuch eines Filzkurses in München und der Beginn meiner Begeisterung fürs Filzen

seit 2008 Dozentin am Bildungszentrum in Nürnberg

2011-15 Besuch der Filzschule in Oberrot (Dozentinnen: Gabriele Breuer, Beatriz Schaaf-Giesser, Inge Bauer, Lyda Rump)

2013/14 Masterclass Surface Design bei Britta Ankenbauer

2015 Bekleidungsfilzkurs bei Heidi Greb

2015/16 Masterclass Freies Maschinensticken bei Britta Ankenbauer

 

Ausstellungen

  • Mai 2014: Präsentation der Abschlussarbeit der Masterclass auf der Nadelwelt in Karlsruhe

         Werke: "Gefunden", Wandbild & "Das Licht dahinter", Wandbild

  • Juli 2015: Präsentation der Abschlussarbeit für die Filzgestalterausbildung in Oberrot/Schwäbisch Hall

         Werke: "Schmetterlingsglück I+II", Gefässe

  • Oktober 2015: Ausstellung "Sticheleien" in Michelstadt
  • Juni 2016: Ausstellung im Atelier "Britta Ankenbauer" in Leipzig
  • Mai 2017: Nadelwelt Karlsruhe im Haus 18 bei Britta Ankenbauer: Werk: "Herbst-Zeit-Lese", Installation

 

Artist Statement

Gerne verwende ich Filz in Verbindung mit selbstgefärbten Seiden- und Baumwollstoffen, Gaze oder Chiffon. Aktuell bevorzuge ich das Arbeiten Ton-in-Ton mit wenig Kontrast und experimentiere im Bereich Papierlamination in Verbindung mit Filz. Begeistert bin ich von meinen ersten Erfahrungen im Erarbeiten großformatiger Objekte. Inspiriert haben mich die Arbeiten der Textilkünstlerinnen Miriam Pet Jacobs, Linda Colsh und Jette Clover. Mit großem Interesse verfolge ich die Arbeiten von Irit Dulman und Diana Nagorna. Erstere macht unglaublich tolle Ecoprints auf Wolle und Seide, letztere entwirft im Schwerpunkt Filzbekleidung.

Meine Wandbilder zeigen meinen ganz persönlichen künstlerischen Werdegang. Meine Auseinandersetzung im Spannungsfeld zwischen handwerklichen Normen und künstlerischer Freiheit. Das Bild spielender Kinder und die Textpassage aus Walsers Prosastück "Der Spaziergang" als Ausdruck für meine veränderte Arbeitsweise. Die Abkehr von einem architektonischen Ansatz hin zu einem künstlerischen intuitiven Prozess, an dessen Endpunkt das ungeplante "unnütze" Werk steht. Gerne verwende ich als Kontrast zur warmen matten Filzoberfläche kühle glänzende Seide oder Baumwollsatin, harmonische Grau-Braun-Blautöne im Kontrast zu weiß und wollweiß.

Aktuell habe ich mich im Rahmen meiner Masterclass sehr intensiv mit dem Maschinensticken befasst. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung wird in Karlsruhe auf der Nadelwelt 2017 zu sehen sein. Es ist eine Installation mit dem Titel "Herbst-Zeit-Lese", sehr viel farbintensiver als meine bisherigen Arbeiten und ein Mehrteiler.